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                     WERKSTATT KINDLICHE ENTWICKLUNG           

im Kinder- und Jugendhaus an der Wuhle

Nach den Ergebnissen der Pisa-Studie stellen sich ExpertInnen die Frage, wie unsere Kinder in ihrem Lernerfolg unterstützt werden können. Dabei wird deutlich, dass gerade auch die Lernmöglichkeiten der Kinder in der frühen Kindheit in den Kitas durch neue Bildungskonzepte entwickelt werden sollten. Die „Early Excellence Centers“ in England machen uns vor, wie es auch hierzulande gehen könnte. Die WERKSTATT KINDLICHE ENTWICKLUNG wird sich am Ansatz des „Pen Green Center“ in Corby, England, orientieren. In der Projektzeit werden drei große Themenbereiche die gemeinsame Arbeit bestimmen:

Förderung der Kinder als Konstrukteure von Wissen

Die ErzieherInnen werden das freie Spiel der Kinder beobachten und dabei Fotoapparat und Videokamera zu Hilfe nehmen. Ihr Blick wird sich vor allem auf Situationen richten, in denen sich die Kinder hochgradig engagiert mit einer Sache beschäftigen. Im Tun und Handeln der Kinder lassen sich bestimmte Aktivitätsmuster erkennen, die Piaget in seiner Entwicklungspsychologie „Schemata“ nennt. Beispiele für solche Muster sind zum Beispiel Transportieren, Einhüllen, Einfüllen, Verstreuen oder Drehen. Mit diesen „Schemata“ erschließen sich Kinder die Welt, indem sie die Muster von Mal zu Mal verfeinern und immer neue Unterscheidungen herstellen. Die ErzieherInnen fördern diese individuelle Lernmotivation und machen den Kindern fantasiereiche Angebote, in denen sie mit ihren Schemata experimentieren können. In dieser Hinsicht wird das Projekt auch innovativ sein für die Umsetzung des neuen Berliner Bildungsprogramms für Kitas.

Stärkung der Zusammenarbeit von Erzieherinnen und Eltern in Bildungsfragen

Auch die Eltern beobachten die Lernschemata ihrer Kinder. Leitfragen dazu sind: „Womit beschäftigen sich die Kinder intensiv, wo sind sie richtig engagiert dabei und lassen sich nur ungern unterbrechen oder stören?“ Anregungen erhalten sie von den ErzieherInnen, die ihnen anhand von Fotos und Filmen über die Tätigkeiten ihrer Kinder in der Kita berichten. Die Eltern können durch den Austausch mit den ErzieherInnen den Sinn im Tun ihrer Kinder besser entdecken und verstehen, dass das Kind in seinem Spiel mit Neugier und Freude ganz aus sich selbst heraus entdeckt und lernt. Im Gespräch mit den Erzieherinnen finden sie heraus, wie sie als Eltern ihr Kind durch Spielmöglichkeiten und –angebote zu Hause darin gut unterstützen können.

 

Aufbau eines Familienzentrums

Auf diesen Entwicklungen aufbauend wird dann im dritten Projektschritt ein Familienzentrum entstehen. Orientiert am englischen Vorbild sollen Service– und Lernangebote für Mütter und Väter um die Arbeit mit den Kindern herum entstehen. Die WERKSTATT KINDLICHE ENTWICKLUNG wird mit der Kita Hasenburg in Berlin-Marzahn arbeiten. Die Kita ist ein hervorragend geeigneter Standort für das Projekt: Im selben Gebäude, dem Kinder- und Jugendhaus an der Wuhle, arbeiten mehrere gemeinwesenorientierte Jugendprojekte. Durch die Zusammenarbeit im Projekt werden die Ressourcen zusammengeführt. Ziel ist es, dass die Familien alle Angebote des Kinder- und Jugendhauses nutzen und die weitere Entwicklung von Angeboten vor Ort mitbestimmen können. Die sozialen Netze der Familien werden gestärkt und die Entwicklungschancen der Kinder in den Familien verbessern sich.

Projektstandort Kinder- und Jugendhaus an der Wuhle

Das Kinder- und Jugendhaus an der Wuhle mit seinen verschiedenen Projekten öffnet sich dem Gemeinwesen und ist ein Ort der Begegnung. Zum Kinder- und Jugendhaus an der Wuhle gehören: die Kita Hasenburg, das FiPP-Café mit dem Partyteam, das Projekt HAND IN HAND FOR WORK, das Netzwerk MITEINANDER, das Projekt Blickwinkel, die Lerninsel und das Modellprojekt „WERKSTATT KINDLICHE ENTWICKLUNG“